„Uta gesucht – Kirche gefunden“

Gästeumfrage gestartet: Der Marienaltar im Naumburger Dom berührt die Besucher 

Seit der Weihe des Marienaltars im Westchor des Naumburger Doms am 3. Juli 2022 besuchten 25.880 Menschen den Naumburger Dom, das sind 10 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Die Vereinigten Domstifter gehen davon aus, dass der neue Altar ein Hauptgrund ist, dass mehr Menschen den Dom erkunden. Das bestätigen auch die Besucherzahlen bei den Sonderführungen zum Altar, die jeden Sonntag angeboten werden. Außerdem bestätigen das vor allem die zahlreichen Rückmeldungen, die die Stiftung seit der Weihe erreicht haben. So schrieb zum Beispiel Holger Baumann von der Kirchgemeinde Rheinkamp am Niederrhein per Mail nach seinem Besuch im August 2022: 

„Ich möchte Ihnen außerordentliche Anerkennung und Dank für den CranachTriegelAltar am aktuellen Standort im Dom aussprechen. Während die selbstverständlich beeindruckenden Stifterfiguren primär als touristische Sehenswürdigkeit täglich Touristen als Fotomotiv dienen, hat uns der CranachTriegelAltar christlich-spirituell berührt und bringt in diesen durch Fototouristen oft unruhigen Raum christlich-kirchliche Atmosphäre und durch die bewegende Direktheit und Konfrontation der Figuren Triegels mit dem Besucher eine Besinnung auf den würdigen Kirchenraum zurück. Dafür danken wir Ihnen ausdrücklich – auch im Namen anderer Touristen die nur Uta suchten, aber Kirche gefunden haben.“

Und Dr. Susanne Reisser und Prof. Dr. Christoph Reisser aus Wien schrieben nach ihrem Besuch im Dom am 4. Juli 2022:

„Nicht nur die uns von früheren Besuchen bekannte Uta und alle anderen Figuren sondern vor allem die so gelungene Neugestaltung des Cranach-Altars hat uns dabei sehr beeindruckt. Die Verbindung von moderner Kunst mit Cranach ist in der vorliegenden Form eindrucksvoll gelungen. Der Auferstandene als „einer aus unserer Zeit“ ist ein sehr starkes Zeichen an „unsere Zeit“.“

Nach Anregung der Gäste, gibt es seit dem 9. August 2022 eine Besucherbefragung im Westchor zum Marienaltar, um weitere Meinungen aufzunehmen. Fragen darin sind zum Beispiel:

Wie empfinden Sie die (Wieder-)Aufstellung des Marienaltars im Westchor des Naumbur­ger Doms? (Mehrfachnennung möglich)

Ich empfinde …

  • den Altar als Bereicherung des Westchors
  • dass der Altar für die Stifterfiguren harmonisch einen zentralen Mittelpunkt bildet
  • dass der Altar die Wirkung der Stifterfiguren zu stark beeinträchtigt

Welche Meinung vertreten Sie zum Aufstellungszeitraum und zum Aufstellungsort? (Bitte nur eine Antwort ankreuzen!)

Ich bin der Meinung, dass der Marienaltar …

  • dass der Marienaltar dauerhaft im Westchor des Naumburger Doms aufgestellt bleiben soll.
  • dass der Marienaltar bis maximal 3 Jahre im Westchor des Doms aufgestellt werden soll.
  • dass der Marienaltar nur bis maximal zum 4. Dezember 2022 im Westchor des Doms gezeigt werden soll.
  • dass der Marienaltar jährlich nur für einen begerenzten Zeitraum (Wochen) im Westchor aufgestellt werden soll.
  • dass der Marienaltar dauerhaft, aber außerhalb des Westchores, gezeigt werden soll.
  • dass der Marienaltar sofort aus dem Westchor entfernt werden muss!

Bisher haben knapp 150 Besucher den Fragebogen ausgefüllt, davon sind über 70 Prozent dafür, den Altar im Westchor zu belassen, 13 Prozent sind dafür, den Altar an einer anderen Stelle im Dom zu zeigen und nur 3 Prozent sind für eine sofortige Entfernung des Altars aus dem Westchor.

„Mich bestärken diese vielen positiven Resonanzen der Besucher, einerseits die Begeisterung für das künstlerische Werk und andererseits und das wiegt für mich noch viel mehr, die Auseinandersetzung, die jetzt beim Besucher entsteht, mit dem Westchor, mit der Kirche insgesamt, die neuen Sichtbeziehungen, die für sie entstehen und die liturgische Bedeutung des Raumes, der für die Gäste jetzt bedeutender wird“, betont der Stiftsdirektor der Vereinigten Domstifter, Dr. Holger Kunde zu den Rückmeldungen.

Die Besucherbefragung wird bis zum 4. Dezember 2022 weitergeführt. Im November wird es außerdem ein wissenschaftliches Kolloquium geben, in dessen Rahmen über den Altar diskutiert werden wird.

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